Gedanken einer Mohnblume ☺

„Als man mir gesagt hat, ich sei unscheinbar und nutzlos, hab ich mich so gefühlt und es war so.
Als einer kam, stehen blieb und mir sagte, ich würde leuchten und dass er sich über mich freut, hab ich mich wunderbar gefühlt und es war so.
Ich hab mir vorgestellt, dass ich so bin und ich habe es gefühlt und alle anderen haben es gesehen.“
Wie wärs, wenn wir uns vornehmen, jeden Tag mindestens einer zweibeinigen Mohnblume zu sagen, wie wundervoll sie ist? Damit sie sich das auch vorstellen und fühlen kann?
Wär das ein Job, der sich lohnt? <3
(Und natürlich weiß ich, dass Mohnblumen nicht so komisch denken! Das tun nur wir Zweibeiner 🙂

 

 

Ich hatte heute eine Session online mit einer Klientin, die die feste Annahme hatte, dass sie immer verlassen wird.

Als ich sie gefragt habe, wann sie zum ersten Mal verlassen wurde, ist ihr eingefallen, dass sie als ganz kleines Mädchen für mehrere Wochen ins Krankenhaus musste und sie erinnerte sich, wie sich das angefühlt hat. Sie ist verlassen, allein, niemand kümmert sich um sie.
Das ist zu ihrer Annahme geworden, zur festen Überzeugung, dass es eben so ist!
Alles scheint gut und dann…bumm…wird man verlassen.
Wir haben begonnen, diese Geschichte umzuschreiben.
Sie hat die Szene im Krankenhaus wieder erlebt. Aber diesmal mit ihrer liebevollen Mutter an ihrer Seite, die ihr versichert hat, dass sie immer bei ihr ist, egal was geschieht.
Tränen der Dankbarkeit sind geflossen.
Und sie hat dieses Gefühl gespürt.
Das Vertrauen, Gehalten Sein, die Sicherheit.
Das ist der Beginn, um einen festen Glaubenssatz zu verändern. Wir haben die Geschichte umgeschrieben und sie mit einem neuen Gefühl versehen, in das sie jedes Mal eintauchen kann, wenn der Gedanke hoch kommt: ich werd eh immer verlassen.
Das ist der Anfang. Ein neuer Glaubenssatz. Dementsprechend wird sie sich anders fühlen, sich anders verhalten, anderes manifestieren.